Karl-Marx-Str. 9 – 12043 Berlin
Telefon: 030 - 62 34 079

Essen und Speisen nach OP im Mund, was geht?

Zahn-OP, leckere Rezepte, leicht kaubare Speisen für danach.

Das richtige Essen nach der Weisheitszahn-OP, oder chirurgischen Behandlung im Mund, beginnt eigentlich davor: Schlagen Sie vor dem Termin beim Zahnarzt ruhig noch einmal richtig zu. Denn solange die lokale Betäubung wirkt, sollten Sie auf Mahlzeiten ganz verzichten. Durch das Taubheitsgefühl besteht die Gefahr, dass Sie die Kaubewegung unkontrolliert ausführen und sich womöglich im Mundraum verletzen. Ist die OP morgens angesetzt, gönnen Sie sich am besten ein ausgiebiges Frühstück. Wird später am Tag operiert, ist eine reichhaltige Hauptmahlzeit wie eine große Pizza eine gute Wahl. Hat die Narkose nachgelassen, dürfen Sie wieder essen, harte Lebensmittel sind jedoch tabu. Brotrinden und Ähnliches können leicht die Wunde reizen und Entzündungen verursachen. Starkes Kauen ist außerdem schmerzhaft. Etwa drei Tage, manchmal auch länger, sollten Sie sich auf weiche Speisen beschränken. Kreislaufanregende Genussmittel meiden, da es sonst zu verlängerter Blutung und Wundheilungsstörung kommen kann.

Das sollten Sie nach der OP im Mund besser nicht essen.

Solange die OP-Wunde nicht verheilt ist, lassen Sie Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol besser weg. Diese Getränke regen den Blutdruck an und können dadurch Nachblutungen auslösen. Alkohol sollte außerdem nicht zusammen mit Schmerzmedikamenten eingenommen werden. Halten Sie sich auch mit stark gewürztem und scharfem Essen zurück: Zum einen brennen Chili, Paprika oder Pfeffer in der Wunde, zum anderen stören sie den Heilungsprozess. Weiterhin sollten Sie auf alles, was krümelt, verzichten. Die Brösel könnten sonst möglicherweise in die Wunde gelangen und Schwierigkeiten verursachen. Wir empfehlen Ihnen auf harte und auch trockene Speisen wie Nüsse, Chips, Zwieback, Körner, Müsli oder auch Marmelade mit kleinen Kernen bzw. Früchte mit Samen, oder Saaten auf Gebäck, in der ersten Zeit zu verzichten.

Das darf auf den Speiseplan: Suppen, pürierte und breiige Gerichte.

Trumpf sind Mixer, Pürierstab, oder Geräte wie Thermomix. Gemüsesuppe mit pürierten Kartoffeln, Zucchini und Karotten ist ideal. Halten Sie sich lediglich mit dem Würzen zurück und verzehren Sie die Suppen lieber lauwarm als heiß. Auch Kartoffelsuppen-Rezepte sind zu empfehlen, wenn sich der größere Hunger meldet. Als Sattmacher eignen sich zudem Kartoffelpüree, weichgekochter Reis oder Nudeln sowie ein mit Wasser gekochter Brei mit Haferflocken, vielleicht mit zerdrückter Banane fürs Frühstück oder als Nachtisch. Apfelmus und andere Fruchtmuse ergänzen den Speiseplan – lassen Sie sich auch von Babybrei-Rezepten inspirieren. Rührei, Pfannkuchen, Waffeln, Polenta, Süßkartoffeln, Möhren, Brokkoli, Spinat, Erbsen…

Himmel und Erde

Viele lieben Kartoffelbrei und Apfelmus. Dabei ist es das perfekte Essen nach der Zahn-OP! Kartoffeln sind proteinreich und enthalten Vitamin C. Dadurch unterstützen Sie die Wundheilung und verkleinern die dicke Backe. Äpfel enthalten ebenfalls viel Vitamin C, ein erfolgreiches Doppel.
Kartoffelbrei wird aber mit Milch zubereitet? Nicht unbedingt. Kartoffelbrei können Sie auch mit Brühe und Margarine herstellen, oder aber mit Getreidemilch, Sojamilch oder Kokosmilch.

Eis ist optimal, aber ohne Milch.

Ideal ist es, wenn Sie Eis essen: Die kalte Leckerei kühlt angenehm und wirkt leicht abschwellend und wundheilungsfördernd, hebt die Stimmung. Allerdings sind nur Fruchteissorten erlaubt, kein Milchspeiseeis. Milchprodukte als Getränk oder Essen nach der Mund-OP sind prinzipiell zu meiden. Die enthaltenen Milchsäurebakterien könnten die Wunde infizieren und verkleben. Wie lange Sie auf Milch, Quark, Käse und Joghurt verzichten sollten, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manchmal hilft ein kühler Wackelpudding auch den Nerven und dem Wohlgefühl.